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Die neuesten Nachrichten zu Filmen
  1. „Deadpool 2“ sollte eigentlich viel düsterer & extremer enden
    Deadpool ist endlich zurück und wie! Deadpool 2 erweist seinem Vorgänger bislang alle Ehre, denn der Anarcho-Held kratz bei seinem Start in den Kinos dieser Welt wieder an einigen Bestmarken. Die Rezeption ist ähnlich angetan wobei dies vielleicht auch damit zusammenhängt, dass uns ein extremes und kontroverses Ende des Films vorenthalten wurde.

    Achtung: Es folgen Spoiler für das Ende von Deadpool 2!

    Wie es sich für eine Comicverfilmung gehört, bleibt auch in Deadpool 2 kein Tod in Stein gemeißelt. So kann Deadpool (Ryan Reynolds) dank der reparierten Zeitmaschine von Cabel (Josh Brolin) zurück in die Zeit reisen, um Vanessa (Morena Baccarin) zu retten. Deadpool 2-Autor Rhett Rheese verriet allerdings im Gespräch mit CBR, dass Vanessa es eigentlich nicht schaffen sollte. Das Publikum wäre dann allerdings bestimmt sauer, dachten die Macher und retteten Vanessa letztlich doch.

    Dieses düstere Ende blieb den Zuschauern also erspart genau wie die höchstwahrscheinlich extremste Szene in Deadpool 2. Gegenüber Esquire verriet Regisseur David Leitch, dass Deadpool ganz am Ende noch weiter in der Zeit zurückreist, genau gesagt ins Jahr 1889. Dort sollte er am Bett von Adolf Hitler auftauchen, der zur damaligen Zeit ein Baby war und ihn töten.

    Deadpool 2-Ende mit Baby-Hitler erscheint auf Blu-ray und DVD

    Wie MCU Cosmic berichtet, sollte die Aktion aus den Augen von Baby-Hitler zu sehen sein. Sprich: Die Zuschauer hätten die Perspektive eines kleinen Kindes angenommen, dass von Deadpool erwürgt wird. Schwarze Leinwand. Abspann. Ende.

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    Die besten Zitate aus „Deadpool“ - „Daddy muss'n bisschen Dampf ablassen.“

    Dieser Abschluss war für viele Testzuschauer anscheinend zu extrem und sorgte in Probevorführungen für Unbehagen. Entsprechend wurde die Szene herausgenommen. Wer auf sie nicht verzichten will, muss allerdings lediglich auf die Blu-ray und DVD von Deadpool 2 warten. David Leitch verriet, dass auch die gelöschte Szene mit Baby-Hitler darauf zu finden sein wird.

  2. Trotz Top-Film am Samstag: Sat.1 unterliegt der Konkurrenz
    Am vergangenen Samstag läuteten für das britische Königshaus die Kirchenglocken. Die royale Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle sorgte bei RTL und ZDF für Jubelstürme. Zur Prime-Time stand das DFB-Pokalfinale auf dem Programm und bescherte der ARD zehn Millionen Zuschauer. Der Verlierer des Tages hieß Sat.1: Trotz Top-Film blieb der Privatsender weit abgeschlagen hinter der Konkurrenz zurück.
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    Zugegeben, gegen die Hochzeit des Jahres und das DFB-Pokalfinale anzukämpfen, ist wahrlich kein Zuckerschlecken. ZDF, RTL und ARD durften sich am Samstag, den 19. Mai, über hervorragende Quoten freuen. Die beiden erstgenannten Sender sicherten sich zeitweise sogar mehr als 60 Prozent Marktanteil, wie DWDL berichtet. Die Konkurrenz durfte hingegen nichts vom Kuchen abhaben und hielt sich mit ihrem Sonderprogramm am christlichen Feiertag eher schlecht als recht über Wasser.

    Während ProSieben die Zügel beziehungsweise den Hammer in die Hand nahm und zur Primetime mit Thor immerhin noch 6,7 Prozent Marktanteil erzielen konnte, sah es für die restliche Konkurrenz ziemlich düster aus. Auch VOX hatte zu kämpfen und blieb bei einem verhaltenen Tagesmarktanteil von 6,0 Prozent weit hinter den dominierenden Sendern zurück. Noch schlechter lief es allerdings beim Sender-Kollegen Sat.1, der es am Ende des Tages nur auf bittere 4,7 Prozent brachte.

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    Die Zuschauerzahlen gingen mit Findet Nemo auf Tauchstation

    In weiser Voraussicht auf einen hart umkämpften Tag schickte Sat.1 zur Primetime das beliebte Unterwasser-Abenteuer Findet Nemo ins Rennen. Der Animationsfilm aus dem Hause Pixar konnte gerade einmal 850.000 Zuschauer vor die Bildschirme locken, was einem schlechten Marktanteil von 4,8 Prozent entspricht. Im Anschluss konnte Die Tribute von Panem Mockingjay Teil 2 dem sinkenden Schiff zumindest kurzzeitig Auftrieb geben und verbesserte den Marktanteil auf 7,0 Prozent. Immerhin konnte man sich zum Tagesende etwas steigern, denn in der ersten Tageshälfte sah es sogar noch schlechter aus: Das DTM-Rennen hatte gegen die royale Hochzeit keine Chance: Nur 2,8 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe so lautete am Samstag die bittere Realität für den Privatsender.

    Einziges Trostpflaster ist wohl das generelle schlechte Abschneiden der gesamten Konkurrenz an diesem Tag. Bis auf die drei dominierenden Sender konnte am Samstag niemand punkten. Für RTL II sah es mit einem Tagesmarktanteil von nur 3,6 Prozent sogar noch schlimmer aus. Königliche Hochzeiten und Fußball bleiben eben Quoten-Garanten.

  3. Neue Setbilder zu „Avengers 4“ beweisen: Toter Fanliebling kehrt zurück
    Avengers 3: Infinity War hat die Zuschauer mit einem dezenten Cliffhanger aus dem Kino entlassen. Entsprechend stellen sich jetzt viele Fans die große Frage: Wie geht es weiter? Avengers 4 beantwortet dieses Mysterium zum Glück schon in einem Jahr, wobei Set-Fotos derzeit die Fantasie vieler anregen. Denn ein toter Fanliebling kehrt offensichtlich in Avengers 4 zurück und dürfte eine wichtige Rolle im Kampf gegen Thanos spielen.

    Achtung: Es folgen Spoiler für Avengers 3: Infinity War und potentielle Spoiler für Avengers 4!

    Stand jetzt hat Thanos (Josh Brolin) sein Ziel erreicht und den Kampf gewonnen. Er besitzt alle Infinity-Steine und konnte mit ihrer Hilfe in Avengers 3: Infinity War die Hälfte der Lebewesen im Universum auslöschen, darunter einige Marvel-Helden. Doch die verbliebenen Avengers werden wohl kaum aufgeben, sondern in Avengers 4 versuchen, das Geschehene ungeschehen zu machen.

    Eine zentrale Rolle dabei spielt wohl Tony Stark (Robert Downey Jr.), wie es die vagen Andeutungen von Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) bereits andeuteten. Neue Set-Fotos von den Dreharbeiten für Avengers 4 legen sogar nahe, dass Stark tatsächlich durch die Zeit reist, um seine am Ende von „Avengers: Infinity War“ gefallenen Freunde zu retten.

    Die Bilder scheinen zu beweisen, dass wir in Avengers 4 die Schlacht von New York aus Marvel’s The Avengers wiedersehen. Allerdings nicht in einer Rückblende, wie man vermuten könnte. Denn Robert Downey Jr. ist in zwei unterschiedlichen Outfits am Set zu sehen. Zum einen wäre da das Black-Sabbath-Shirt, das Stark tatsächlich in Marvel’s The Avengers trug. Zusätzlich ist er in anderen Aufnahmen aber in einer S.H.I.E.L.D.-Montur zu sehen, die die Agenten trugen, die Loki (Tom Hiddleston) in Gewahrsam nahmen.

    OH MY GOD TONY WILL GO BACK IN TIME AND DISGUISE HIMSELF AS ONE OF THESE SHIELD AGENTS IM ACTUALLY SCREAMING pic.twitter.com/XXZs2KASu2

    melek☀️ (@Lokieed) 14. Mai 2018

    I’M LATE BUT I just realised that this has to be time travel and not a flashback because there are two Tonys in the same place?? (see the door behind loki and tony) ALSO someone removes the muffle and the shackles from loki’s wrists I swear if present Tony talks to past loki IM- pic.twitter.com/FuHOQGqg41

    melek☀️ (@Lokieed) 14. Mai 2018

    Loki kehrt offensichtlich in Avengers 4 zurück

    Entsprechend dürfen sich Loki-Fans auf ein Wiedersehen mit dem Gott der Täuschung und der List freuen. Immerhin mussten sie in Avengers 3: Infinity War noch seinen Tod betrauern. Welche Rolle genau Loki in Avengers 4 spielt, ist hingegen noch unklar.

    Tony Stark scheint sich als S.H.I.E.L.D.-Agent zu tarnen, um Zugang zu Loki zu erhalten. Eventuell ist der Plan, die Infinity-Steine zu versammeln, bevor Thanos sie in seine lila Griffel bekommt. Die Schlacht von New York wäre dafür ein guter Anlaufpunkt, immerhin befanden sich damals mit dem Raum- und dem Gedankenstein zwei der mächtigen Artefakte an einem Ort.

    Versucht Tony Stark also, Loki davon zu überzeugen, ihm dabei zu helfen, die Infinity-Steine zu vereinen? Das dürfte nicht so leicht werden, immerhin haben wir es hier noch mit dem bösen Loki aus Marvel’s The Avengers zu tun. Selbst wenn Tony ihm verrät, was Thanos in der Zukunft auch mit ihn anstellen wird, dürfte Loki mit seinem damaligen Charakter dennoch versuchen, die Situation eher für seinen eigenen Vorteil auszunutzen. Zumal es einige Folgeprobleme mit sich bringen kann, wenn die Avengers einfach die Vergangenheit ändern wollen.

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    „Avengers: Infinity War“: Wer stirbt? Wer überlebt? (Spoiler!)

    Erleben wir dank Ant-Man und Iron-Man Zeitreisen in Avengers 4?

    Doch wie sollen sie überhaupt in die Vergangenheit kommen? In Ant-Man wurde bekanntlich der subatomare Raum (im Original: Quantum Realm) etabliert, wo Raum und Zeit egal sind. Viele Fans vermuten deswegen, dass Ant-Man (Paul Rudd) in Avengers 4 eine besondere Rolle spielen dürfte, genau wie die sogenannte B.A.R.F.-Technologie.

     

    Die stellte Tony Stark (Robert Downey Jr.) in The First Avenger: Civil War vor, damals lediglich noch als Hologramm, um Erinnerungen zu visualisieren. Mit Ant-Mans Hilfe könnte die B.A.R.F.-Technologie vielleicht derart optimiert werden, dass Zeitreisen tatsächlich möglich sind. So lautet zumindest eine der aktuell populärsten Theorien, die wiederum auf früheren Set-Fotos basiert.

    Um Antworten zu erhalten, werden wir wohl oder übel ein Jahr bis zum Kinostart des großen Finales warten müssen. Am 25. April 2019 ist es in deutschen Kinos soweit. Bis dahin können wir uns zumindest die Zeit mit Theorien zur Handlung von „Avengers 4“ vertreiben was ja auch unterhaltsam ist.

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  4. Han schießt zuerst: "Solo: A Star Wars Story"-Kritik mit und ohne Spoiler
    „Solo: A Star Wars Story“ könnte die Fans besänftigen, die nach dem umstrittenen „Die letzten Jedi“ Sturm gelaufen sind. Ron Howards Eintrag in die „Star Wars Anthology“ orientiert sich eng am Geist der Originaltrilogie. Einen geschlossenen Ton findet der Film jedoch nicht.

    Nach der Vorstellung von „Solo: A Star Wars Story“ habe ich aufgeatmet. Wer die Produktionsgeschichte des zweiten „Anthology“-Filmes verfolgt hat, weiß von der Last-Minute-Entscheidung, die Regisseure Phil Lord und Christopher Miller durch Ron Howard zu ersetzen, Millionenteure Nachdrehs inklusive. Dann wurde Hauptdarsteller Alden Ehrenreich noch einmal zum Schauspielunterricht verdonnert. Nachrichten, die an den Vorgänger Rogue One: A Star Wars Story oder den missratenen Superheldenfilm „Justice League“ denken ließen. Ein ähnliches Debakel bleibt uns erspart. „Solo: A Star Wars Story“ ist kein herausragender Film, stellenweise nicht mal ein schlüssiger. Ohnehin sind Prequels die lästigste Erscheinung der Franchise-Ökonomie. Als kurzweiliger Spacewestern mit dem Herz am rechten Fleck kann „Solo“ trotzdem überzeugen.

    Spoiler-Warnung! In den folgenden Absätzen wird auch die Handlung von „Solo: A Star Wars Story“ besprochen. Wer sich nicht spoilern will, klickt hier, um zum spoilerfreien Fazit zu gelangen.

    Lügen, betrügen, Pläne schmieden

    Han Solo wächst als Waisenkind auf dem Planeten Corellia auf. Es gibt dort nichts, außer Qi’ra (Emilia Clarke) und den Wunsch, den Schrottplaneten zu verlassen und die Galaxie zu sehen. „Solo“ beginnt mit einem Kickstart und dem ersten Gaunerstück des Titelhelden. Solo will sich mit einer gestohlenen Ladung Hyperraum-Treibstoff Coaxium den Weg in die Freiheit schmieren. Doch Qi’ra wird von ihm getrennt. Solo schwört, zurückzukommen, um sie zu befreien. Dafür meldet er sich zuerst freiwillig zur imperialen Flugakademie.

    Natürlich kommt es anders. Han, der von Alden Ehrenreich zwar stellenweise hölzern, aber immerhin arrogant genug gespielt wird, ist überzeugt, er sei der größte Pilot des Universums. Obwohl es Hinweise und Indizien gibt, dass er es (noch) nicht ist. Er wird von der Akademie geschmissen und landet im Dreck. Dort lernt er den Wookiee Chewbacca (Joonas Suotamo) kennen und schließt sich der Gaunertruppe von Beckett (Woody Harrelson) an, die für Bösewicht Dryden Vos (Paul Bettany) einen Zug ausrauben soll.

    Der Rest der Geschichte ist vorhersehbar. Han begegnet Qi’ra wieder, die inzwischen an der Seite von Dryden Vos steht. Vertrauen kann er ihr nicht. Vertrauen kann man eigentlich keiner Figur. Jeder lügt, betrügt, schmiedet Pläne gegen die anderen und einzig Han, der noch zu naiv ist, scheint den Plot nicht zu durchschauen. Der Zuschauer aber weiß sehr wohl, wer gerade wen übers Ohr haut. „Solo: A Star Wars Story“ wurde als Spacewestern angekündigt. Ein Zugraub, hin und wieder wechselnde Allianzen sowie die ständige Spelunken-Atmosphäre mögen das Prädikat rechtfertigen. Rau, existenzialistisch, überraschend oder gar wendungsreich ist die Geschichte allerdings nicht. Dafür bleibt sie zu einfach gestrickt.

    Was zu erwarten war: Ehrenreich ist kein Harrison Ford

    Im Vorfeld ist viel über Alden Ehrenreich berichtet worden. Harrison Ford hat mit Han Solo eine Legende geschaffen, die selbst Nicht-„Star Wars“-Fans kennen. Ehrenreich gewinnt der Figur vor allem ihre arrogante Seite ab. Breitbeinig und schmierig lächelnd stapft er durch die Szenerie, kommt dabei aber nicht an die verschmitzte Lockerheit Fords heran. Allerdings spielt Ehrenreich auch einen unerfahrenen Gauner. Solo lernt zu diesem Zeitpunkt noch. Seine Bluffs gehen regelmäßig nach hinten los. Wie Ehrenreichs Lächeln dabei versteinert, passt dann wieder gut zu der Figur.

    Trotzdem bleibt der Hauptdarsteller blass im Gegensatz zu den Nebenfiguren, die den eigentlichen Reiz von „Solo: A Star Wars Story“ ausmachen. Leider wird Val (Thandie Newton) zu früh, zu unmotiviert geopfert, sie hat ihrem Partner Beckett erst emotionale Tiefe verliehen. Überzeugen kann dafür vor allem Donald Glover als gönnerhafter Lando Calrissian. Der Weltraumdandy hat einen schönen Tick für Umhänge und mit dem rebellischen Roboter L3-37 (Phoebe Waller-Bridge) einen der besten Sidekicks. Calrissian ist die richtige Figur, um Schwung in das Geplänkel zwischen den Figuren zu bringen. Womit wir bei der größten Schwachstelle des Filmes wären: dem teils fehlgeleiteten Humor.

    Han und Chewbacca unter der Dusche

    Ob es „Star Wars“-Fans gibt, die sich schon einmal Han Solo und Chewbacca gemeinsam unter der Dusche vorgestellt haben? Vermutlich nicht. Eigentlich möchte man das nicht sehen. In „Solo: A Star Wars Story“ wird es trotzdem durchexerziert. Warum? Handelt es sich hierbei um Restszenen, die Phil Lord und Christopher Miller („22 Jump Street„) gedreht hatten, bevor sie geschasst wurden? Zwischen der Action gibt es immer wieder grenzwertige Gags, die die Tonalität des Filmes komplett verschieben. Stellenweise wirkt das, als würde Disney versuchen, das Marvel-Prinzip auch auf „Star Wars“ anzuwenden. Notwendig ist das nicht. Es widerspricht sogar dem Western-Genre, denn die Witze sind größtenteils albern.

    Ein hervorragender Regisseur ist auch Ron Howard nicht. Seine größten Verdienste in jüngerer Vergangenheit sind die Dan Brown-Verfilmungen „Inferno“ und „Illuminati„. „Apollo 13“ und „A Beautiful Mind“ liegen schon weit zurück. Als Krisenmanager wurde Howard wohl ans Set gebracht, um dem Film nicht in völligen Klamauk abdriften zu lassen. Seine Blockbuster sind funktionierende, handwerklich überzeugende Filme, die immerhin mit Stringenz punkten können. Vielleicht ist Howard für die düstere Farbgebung von „Solo“ verantwortlich. Der Film ist blau, grau, kalt und düster, bevor es dann in die grelle Wüste geht. Der Farbgebung ist es zu verdanken, dass es einen größeren Zusammenhang gibt, der Action, Gags und Westernstimmung miteinander verbindet.

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    8 versteckte „Star Wars“-Anspielungen, die ihr in anderen Filmen bestimmt übersehen habt

    Ob es auch Howard zu verdanken ist, dass Han am Ende zuerst schießt? Das Prequel muss nicht viel erzählen, die meisten Hintergrunddetails gehören ohnehin zum „Star Wars“-Kanon. Eine Überraschung bietet das Prequel dann aber doch. George Lucas hatte die unselige Entscheidung getroffen, das Original „Krieg der Sterne“ in der digitalen Überarbeitung nachträglich zu entschärfen, indem er Han Solos Mord an Greedo in Notwehr abmilderte. Ausgerechnet Disney nimmt diese Entscheidung nun zurück und erweist sich damit als besserer Nachlassverwalter als George Lucas selbst. Han schießt zuerst! Dieser Moment fängt den Geist der Orginaltrilogie besser ein, als so manche Szene in „Das Erwachen der Macht“ oder „Die letzten Jedi„.

    Deshalb ist „Solo: A Star Wars Story“ sehenswert:

    Ein steifer Hauptdarsteller, plumpe Gags und eine Geschichte, die nicht überrascht — lohnt es sich überhaupt, für „Solo“ ins Kino zu gehen? Die Antwort ist: ja. Trotz aller Schwächen ist das Spin-off rasant inszeniert, kann mit verschmitzten Nebencharakteren überzeugen, und es geht ja auch nicht jeder Witz so daneben wie Han und Chewie unter der Dusche. Darüber hinaus ist es der erste „Star Wars“-Film seit Langem ohne Todestern, ohne Macht, ohne Weltraumschlachten, ohne Rebellion, kurz: Ohne die ganzen Altlasten, die das Franchise langsam erdrücken. „Solo“ ist bodenständig und das Drehbuch von Jonathan Kasdan und Lawrence Kasdan findet kurzweilige Anekdoten, um die wichtigsten Hintergrunddetails zu Han Solo zu erklären. An diesem Punkt innerhalb der „Star Wars“-Geschichte kann man mehr von diesem Film nicht erwarten.

    Fazit: Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ steht auf wackeligen Füßen. Stellenweise entgleitet dem Film die Tonalität. Als erster „Star Wars“-Film seit Langem, der ohne Macht, ohne Todesstern und ohne Rebellion auskommt, ist „Solo“ trotzdem ein erfrischender Ausflug in die weit, weit entfernte Galaxis. Kurzweilig, anekdotenreich, rasant — ein Spacewestern ohne Ambitionen, aber mit hohem Unterhaltungswert.

  5. MARVEL
    Marvel hat es im Hause Disney zum Giganten der Welt der Unterhaltung gebracht. Hier lest ihr alles über die Filme, Serien und das fiktive Universum von Marvel.

    Marvel hat mit dem Marvel Cinematic Universe nicht nur das größte Filmfranchise der Welt geschaffen neben den Filmen bietet Marvel eine stetig wachsende Anzahl an Superhelden-Serien und hat in seinem Marvel-Universum noch tausende Figuren und Geschichten in der Hinterhand.

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    Das Marvel Cinematic Universe von Disneys Marvel Studios feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Hier findet ihr alle Marvel-Filme des MCU in der chronologisch richtigen Reihenfolge zum Anschauen.

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